Die Herausforderung

Fragen der sozialen Gerechtigkeit sind in der schweizerischen Umweltpolitik weitgehend ausgeklammert. Debatten reduzieren sich oft auf Fragen der Sozialverträglichkeit und der internationalen Zusammenarbeit bzw. Entwicklungshilfe ohne soziale Ungleichheiten systematisch anzugehen. Dadurch besteht die Gefahr, dass soziale Ungleichheiten verstärkt und Massnahmen für eine sozial-ökologische Transformation verlangsamt oder sogar blockiert werden. Dabei ist es nicht nur eine ethische Notwendigkeit, niemanden zurückzulassen, sondern in einer halbdirekten Demokratie auch strategisch wichtig.

Ergebnis 1

Grundlagenpapier zur Adaption von «Just Transition» an den Schweizer Kontext

Wissenstransfernotiz

Ziel 2

Sensibilisierung für «Just Transition» in der Schweiz

Ziel 3

Aktivierung von Schlüsselakteur:innen

Ziel 4

Just Transition Ansätze in Pilotprojekt testen

Ziel 5

Konkrete Methoden, um Risiken zu identifizieren und gerechtere Massnahmen zu entwerfen

Unsere Lösung

Um «Just Transition» in der Schweiz auf die Agenda zu bringen sowie die sektorale und lokale Umsetzung zu unterstützen, gehen wir in drei Schritten vor. Im Zentrum stehen dabei die Risiken: Umweltrisiken (die negativen Folgen eines Nichthandelns bei Umweltproblemen, z. B. Klimarisiken) und Transformationsrisiken (die negativen Folgen von Umweltpolitiken). 

Die drei Etappen des Projekts:

  1. vorhandenes Wissen identifizieren, zusammenfassen und transferieren, zum Beispiel anhand von Umsetzungsbeispielen aus Nachbarländern und einer Anpassung an den Schweizer Kontext 
  1. Methoden entwickeln, die helfen, Umwelt- und Transformationsrisiken zu identifizieren, zu evaluieren und zu reduzieren. Ziel ist es, Transformationsprozesse gerechter zu gestalten. Dazu müssen verschiedene Gerechtigkeitsaspekte berücksichtigt werden. Vorschläge und Empfehlungen auf lokaler, nationaler und sektoraler Ebene mit Hilfe von Partner:innen entwickelten Narrativen formulieren. Ein Beispiel: Ein Mehrfamilienhaus wird energetisch saniert. Das kann für die Mieter viele Nachteile mit sich bringen, wie zum Beispiel eine Mieterhöhung oder sogar eine Zwangsräumung. Diese Situation kann Mieter in prekären finanziellen Verhältnissen und ganz allgemein schutzbedürftige Menschen in grosse Schwierigkeiten bringen. In solchen Situationen kann es helfen, die durch die Sanierungen entstehenden Übergangsrisiken sowie die Gruppen identifizieren zu können, die diesen Risiken besonders ausgesetzt und schutzbedürftig sind, um anschliessend Möglichkeiten zur Risikominderung zu prüfen. Dies nicht nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, sondern beispielsweise auch im Hinblick auf Entscheidungsprozesse und die Beteiligung der Betroffenen.
  1. die Umsetzung in der Schweiz in verschiedenen Kontexten testen 

Am Ende des Projekts stehen den Schweizer Akteurinnen und Akteuren eine Methode zur Umsetzung eines gerechten Strukturwandels in ihrem Bereich zur Verfügung. 

Advisory Board

Dr. Martina Bisello

European Environmental Agency

Expertin Sustainability Transition, Gerechtigkeit und Systemwandel

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Anabella Rosemberg

Climate Action Network International

Senior Strategist Just Transition und Klimagerechtigkeit

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Dr. Aurore Fransolet

Unviversité Libre de Bruxelles and Science

Forscherin und Just Transition Expertin

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Dr. Edouard Morena

University of London institute in Paris

Senior Lecturer in französischer und internationaler Politik

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Joséphine von Mitschke-Collande

Stiftung Mercator Schweiz

Themenverantwortliche Suffizienz

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Lea Trogrlic

Rethinking Economics Zürich

Dr. Marine Benli-Trichet

Zentrum für Demokratie Aarau

Forscherin und Just Transition Expertin

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Peppina Beeli

Gewerkschaft UNIA

Leiterin Politik

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Dr. Aline Masé

Caritas Schweiz

stv. Bereichsleiterin Grundlagen und Politik

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Zahlen & Fakten zum Projekt:

Finanzierungspartner
Mercator Stiftung Schweiz
Aktivitäten
Analyse, Wissenstransfer, Pilotprojekte, Dialog, Advocacy
Zeitraum
2024-2027 
Umsetzungspartner
in Definition
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