Unsere Analyse hat gezeigt, dass die SEED-Kriterien bereits zu den Zertifizierungsstandards gehören, die sich am direktesten mit den Böden befassen. Gleichzeitig haben wir empfohlen, diese Kriterien präziser zu formulieren und auszubauen. Mit dem verbindlichen 40-Prozent-Ziel zur Bodenversiegelung ist SEED nun einen entscheidenden Schritt weiter gegangen.

Neuer Standard, der direkt wirkt

Naturboden – nicht versiegelt und in Kontakt mit dem natürlichen Untergrund – erfüllt lebenswichtige Funktionen: Wasserregulierung, Kühlung, Biodiversität. Die Qualität des Bodens entscheidet, wie gut diese Funktionen wahrgenommen werden. Klare Ziele in Zertifizierungsstandards sind deshalb ein wirksames Instrument, um diese Qualität in der Quartierentwicklung zu sichern.

Hintergrund

Im Rahmen unseres Projekts zum Bodenqualitätsindex haben unsere Expert:innen Carole Imhof, Lucien Rüdlinger und Daniel Ziegerer bestehende Schweizer Labels und Standards analysiert: Wie sprechen sie Böden an? Welches Potenzial liegt in ihrer Weiterentwicklung? Die SEED-Kriterien wurden dabei als besonders relevant identifiziert – und haben sich nun in eine erfreuliche Richtung weiterentwickelt.