Die Herausforderung

Dank der wegweisenden Unterstützung der Mercator-Stiftung konnten wir in den vergangenen Jahren den internationalen Ansatz «Just Transition» an den Schweizer Kontext anpassen sowie Herausforderungen und Lücken identifizieren. 

Das Ergebnis: Fragen der Gerechtigkeit und Ungleichheit – beispielsweise hinsichtlich der Verteilungswirkungen beschlossener Massnahmen, aber auch hinsichtlich der Beteiligung an Entscheidungsfindungen – werden in der Umweltpolitik der Schweiz weitgehend ausgeklammert.  

Fakten

2024

haben wir gestartet, das Konzept «Just Transition» in die Schweiz zu bringen.

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Typen von Risiken haben wir dabei identifiziert: Umweltrisiken (z.B. Hitzewellen) und Transformationsrisiken (z. B. höhere Mieten durch energetische Sanierung).

Gleichzeitig konnten wir feststellen, dass das Bewusstsein für diese Fragestellungen langsam wächst und vereinzelt Massnahmen vorhanden sind: beispielsweise ein lokales Projekt für einen gerechten Wasserpreis, regionale Ausgleichszahlungen für Gewerbetreibende bei grösseren öffentlichen Baustellen oder Versicherungen gegen Frost bei Obstbäumen. Es fehlt aber ein Überblick und ein systematischer Ansatz, der eine Verbreitung und Ausweitung von Just Transition-Politiken für die ganze Schweiz ermöglicht. 

Die Lösung

Nach unserer Analysearbeit und der Anpassung des Konzepts an den Schweizer Kontext, entwickeln wir in unserem Projekt «Just Transition – für einen gerechten Strukturwandel in der Schweiz» eine Diagnosemethode für Umwelt- und Transformationsrisiken sowie eine Bewertungsmethode für Gerechtigkeitsfragen in Bezug auf Umweltpolitiken. Diese testen wir in einem Pilotprojekt. Dabei stehen Identifikation & Bewertung von Vulnerabilität im Zentrum. 

Vision 

· Gerechtigkeitsfragen müssen zentraler Teil in der Schweizer Umweltpolitik sein, so dass sie gerechter gestaltet ist und dadurch von der Bevölkerung besser akzeptiert wird. 

· Schlüsselpersonen kennen Methoden und haben Vorbilder, was ihnen die Umsetzung erleichtert.

· Es gibt einen praxisorientierten Dialog über Bereichs- und Sprachgrenzen hinweg. 

Mit diesem Projekt wollen wir uns konkret der Reduktion der Risikofaktoren widmen. Im Zentrum stehen die Transformationsrisiken. Dazu identifizieren, sammeln und bewerten wir bereits existierende Massnahmen in der Schweiz. Im Anschluss prüfen wir diese in einem kollaborativen Prozess mit Schlüsselpersonen der öffentlichen Verwaltung auf ihre Umsetzbarkeit. Schliesslich entwickeln wir auf dieser Grundlage eine Toolbox mit konkreten Massnahmen. Dabei haben wir Erfolgsbeispiele aus dem Ausland im Hinterkopf. 

Ziel 1

Entwicklung einer Methode zur Dokumentation von Erfolgsbeispielen

Ziel 2

Auswahl erfolgreicher Massnahmen im kollaborativen Verfahren mit der Zielgruppe

Ziel 3

Werkzeugkasten mit Massnahmen für eine gerechte Umweltpolitik auf Deutsch und Französisch

Ziel 4

Kommunikationsstrategie zur Diffusion & Verbreitung der Toolbox

Ziel 5

Durchführung eines Events mit Schlüsselpersonen aus der ganzen Schweiz

Aktivität
Wissenstransfer, Dialog, Analyse
Zeitraum
2026 – 2028
Umsetzungspartner
öffentliche Verwaltung
Finanzierungsparter
Fondation Hans Wilsdorf
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