Eine wachsende Sammlung guter Beispiele

Unsere Beispielsammlung «Mit Böden planen» umfasst neu auch vier Praxisbeispiele zu Instrumenten und Verfahren aus dem Ausland. Die vorgestellten Beispiele reichen von Bodenfunktionskarten für ganze Bundesländer über eine freiwillige Bewertung von Ökosystemdienstleistungen auf einzelnen Parzellen bis hin zu Steuerungsinstrumenten wie einem Punktesystem oder einer gesetzlich verankerten Kompensationspflicht. Die vier neuen Praxisblätter sind aufgebaut wie jene zu den Pilotprojekten in der Region Morges (VD) und im Gebiet Chamblioux-Bertigny (FR): Sie beschreiben für jeden Fall den Kontext, das eingesetzte Instrument und die vor Ort erzielten Ergebnisse.

Highlights aus den neuen Praxisblättern

Landeshauptstadt Stuttgart

Die Landeshauptstadt Stuttgart erfasst seit 2006 im Rahmen ihres Bodenschutzkonzepts (BOKS) Bodeninanspruchnahmen mittels Bodenindexpunkten (BX). Der Bodenverbrauch soll ein festgelegtes Punktekontingent möglichst nicht überschreiten.

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Bundesland Hessen

Im Bundesland Hessen müssen gemäss Kompensationsverordnung (2018) bei Eingriffen ab einer Fläche von einem Hektar die Beeinträchtigungen der Bodenfunktionen gutachterlich bewertet und kompensiert werden. Für die Bauleitplanung gibt es dazu eine standardisierte Bewertungsmethode.

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Bundesland Salzburg

Das Bundesland Salzburg stellt Bodenfunktionskarten auf dem Geoportal SAGISonline bereit. Diese dienen in der Ortsplanung und bei Umweltprüfungen als Grundlage, um Vermeidungs-, Verminderungs- oder Ausgleichsmassnahmen abzuleiten.

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Region Brüssel-Hauptstadt

Die Region Brüssel-Hauptstadt leitet mit einer standardisierten Methodik einen Bodenindex (IQSBPro) aus gemessenen Bodeneigenschaften ab. Mit einer vereinfachten Version («Teste ton sol») können auch Privatpersonen ihren Gartenboden bewerten lassen.

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Praxisbeispiele in Richtung Netto-Null-Ziel

Wie viele Länder sieht sich auch die Schweiz mit rapidem Bodenverlust konfrontiert. Die Bodenstrategie Schweiz hat deshalb zum Ziel, dass ab 2050 Netto kein Boden mehr verbraucht wird. Null Bodenverlust: Der Bodenverbrauch soll auf ein Minimum reduziert werden, und beeinträchtigte Bodenfunktionen (z. B. Regulierung des Wasserhaushalts, Nahrungsmittelproduktion, etc.) sollen kompensiert werden. Im Rahmen unseres Projekts «Böden & Raum: Qualität als Grundlage der Planung» nehmen wir bereits existierende Instrumente und Verfahren aus dem In- und Ausland unter die Lupe und prüfen ihr Potenzial.

Wie berücksichtigt Ihre Gemeinde oder Ihr Kanton die Bodenqualität in der Planung? Kennen Sie weitere vielversprechende Planungsinstrumente? Kontaktieren Sie uns!

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Wir geben Ihnen gerne Auskunft und freuen uns über eine Zusammenarbeit. Sie können uns auch mit einer Online-Spende unterstützen.