Unser Just Transition-Team hat dort am 12. Mai folgenden Workshop geleitet: «Ein gerechter ökologischer Wandel in der Schweiz – welche Hebel haben Gemeinden und Kantone?» Unsere Botschaft: Armutsbekämpfung und Klima- sowie Umweltziele sind keine isolierten Ziele, die sich einfach summieren lassen. Um erreicht zu werden, müssen sie miteinander verknüpft und zusammen gedacht werden.

Das multidimensionale Armutsverständnis, das im ersten Schweizer Armutsmonitoring entwickelt wurde, bietet dafür eine wesentliche Grundlage. All diese Dimensionen (finanzielle Situation, Wohnen, Gesundheit, Bildung …) können sowohl durch Klimarisiken (z. B. Hitzewellen) als auch durch Umweltpolitiken beeinträchtigt werden.

Ein gerechter Wandel erfordert daher, nicht nur Umweltrisiken, sondern auch Transformationsrisiken zu berücksichtigen. Das Ziel: verhindern, dass Umweltpolitiken bestehende soziale Ungleichheiten verschärfen oder neue schaffen – und dabei auch eine wirksame Beteiligung der betroffenen Bevölkerung, insbesondere der vulnerabelsten Gruppen, sicherstellen.

Geleitet von Johanna Clara Huber, PhD, und Nils Moussu ermöglichte unser Workshop, erste Ansätze für kantonale und kommunale Massnahmen für einen gerechten Wandel zu identifizieren. Wir arbeiten nun weiter daran, eine Toolbox mit Best Practices zu entwickeln und zu verbreiten. Ausserdem entwickeln wir eine Methode zur Identifizierung der Bevölkerungsgruppen, die am stärksten von Umwelt- und Transformationsrisiken betroffen sind.

Ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren des Forums sowie an Sofia Currit vom Kanton Waadt und Ingela Geith Chauvière vom Kanton Neuenburg für ihre Präsentationen in unserem Workshop und die anregenden Diskussionen!